§ 19a RPflG 1969 – Verfahren nach dem internationalen Insolvenzrecht |
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(1) In Verfahren nach der
Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 über Insolvenzverfahren (ABl. EG Nr. L 160 S. 1) und nach Artikel
102 des Einführungsgesetzes zur Insolvenzordnung bleiben dem Richter vorbehalten:
- 1.
die Einstellung eines Insolvenzverfahrens zugunsten der Gerichte eines anderen Mitgliedstaats nach Artikel
102 §
4 des Einführungsgesetzes zur Insolvenzordnung,
- 2.
(2) Im Verfahren nach dem Ausführungsgesetz zum deutsch-österreichischen Konkursvertrag vom 8. März 1985 (
BGBl. I S. 535) bleiben dem Richter vorbehalten:
- 1.
die Einstellung eines Verfahrens zugunsten der österreichischen Gerichte (§§ 3, 24 des Ausführungsgesetzes),
- 2.
die Bestellung eines besonderen Konkurs- oder besonderen Vergleichsverwalters, wenn der Konkurs- oder Vergleichsverwalter von dem Richter ernannt worden ist (§§ 4, 24 des Ausführungsgesetzes),
- 3.
die Anordnung von Zwangsmaßnahmen einschließlich der Haft (§§ 11, 15, 24 des Ausführungsgesetzes),
- 4.
die Entscheidung über die Postsperre (§§ 17, 24 des Ausführungsgesetzes).
(3) In Verfahren nach der
Verordnung (EU) 2015/848 und nach Artikel
102c des Einführungsgesetzes zur Insolvenzordnung bleiben dem Richter vorbehalten:
- 1.
die Entscheidung über die Fortführung eines Insolvenzverfahrens als Sekundärinsolvenzverfahren nach Artikel
102c §
2 Absatz 1 Satz 2 des Einführungsgesetzes zur Insolvenzordnung,
- 2.
die Einstellung eines Insolvenzverfahrens zugunsten eines anderen Mitgliedstaats nach Artikel
102c §
2 Absatz 1 Satz 2 des Einführungsgesetzes zur Insolvenzordnung,
- 3.
die Entscheidung über das Stimmrecht nach Artikel
102c §
18 Absatz 1 Satz 2 des Einführungsgesetzes zur Insolvenzordnung,
- 4.
die Entscheidung über Rechtsbehelfe und Anträge nach Artikel
102c §
21 des Einführungsgesetzes zur Insolvenzordnung,
- 5.
- 6.